Allgemein

Die gesetzlichen Auflagen im Medizinproduktegesetz

Medizinprodukte und Medizintechnik bestimmen den Alltag in allen Bereichen des Gesundheitswesens. Mit dem Medizinproduktegesetz und der Medizinproduktebetreiberverordnung hat der Gesetzgeber umfangreiche gesetzliche Grundlagen zum Betrieb und zum Umgang mit Medizinprodukten geschaffen. Das Medizinproduktegesetz regelt dabei den Verkehr mit den unterschiedlichen Medizinprodukten und sorgt so für Leistung, Eignung und Sicherheit für die Anwender aber auch für die Patienten. Viele europäische Normen und nationale Regelungen sind unter dem Dach des Medizinproduktegesetzes zusammengefasst.

So sind beispielsweise das Gerätesicherheitsgesetz, die Eichordnung sowie die Medizingeräteverordnung Bestandteile im Medizinproduktegesetz. Durch die Harmonisierung der Gesetzgebung innerhalb der Europäischen Union sollen zum einen Handelshemmnisse abgebaut und zum anderen sichergestellt werden, dass die Regelungen für Medizinprodukte und deren Sicherheitsbestimmungen überall gleich sind. Das Medizinproduktegesetz gibt selbstverständlich auch dazu, zu definieren, was man überhaupt unter einem Medizinprodukt zu verstehen hat.

Es handelt sich im wesentlichen um Produkte, die aufgrund ihrer Funktion oder ihres Zweckes der Behandlung, Überwachung, Linderung, Verhütung oder Erkennung von Krankheiten dienen. Da diese Begriffsdefinition sehr umfangreich ist, ist der Wirkungsbereich des Medizinproduktegesetzes sehr groß und wurde somit zu einem der wichtigsten Regelwerke innerhalb des deutschen Gesundheitswesens. Das Medizinproduktegesetz macht darüber hinaus genaue Vorschriften und Angaben zum Einkauf von Medizinprodukten, zur erstmaligen Inbetriebnahme und was vom Anwender sonst zu beachten ist. So müssen beispielsweise Funktionssicherheitsprüfungen durchgeführt und ein Gerätebuch angelegt werden.

Fit mit Vitamintabletten

Gerade in der Erkältungszeit möchten viele Menschen ihren Körper und ihr Immunsystem durch die gezielte Zufuhr von Vitaminen unterstützen. Vitamine sind lebenswichtige Stoffe, welche der Körper nicht oder nur teilweise selbst bilden kann. Meist müssen sie von außen über die Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel wie Vitamintabletten zugeführt werden.

Es gibt zwei Gruppen von Vitaminen: wasserlösliche Vitamine und fettlösliche Vitamine. Ein Zuviel an wasserlöslichen Vitaminen scheidet der Körper aus, selbst eine Überdosierung ist somit völlig ungefährlich. Zu diesen Vitaminen zählen zum Beispiel alle B-Vitamine oder das “Erkältungsvitamin” Vitamin C. Fettlösliche Vitamine hingegen kann der Körper speichern, daher sollten sie auch nur in Maßen von außen zugeführt werden.

Gerade in der kalten Jahreszeit hat der Körper einen erhöhten Vitaminbedarf, der leicht mit Vitamintabletten gedeckt werden kann. Vitamintabletten gibt es in wasserlöslicher Form in verschiedenen Geschmacksrichtungen oder als Tablette oder Kapsel zum Schlucken. In Vitamintabletten sind oft auch wichtige Mineralstoffe und Spurenelemente enthalten. Zu diesen zählen beispielsweise Magnesium, Kalzium, Zink oder Eisen.

In der Erkältungszeit sollten vor allem Vitamin C und Zink zum Beispiel über Vitamintabletten dem Körper zugeführt werden. Diese beiden Stoffe stärken das Immunsystem. Die meisten B-Vitamine sind dagegen für die Versorgung des Gehirns unerlässlich. Eisen fördert die Blutbildung, es transportiert Sauerstoff aus der Lunge ins Blut.

Vitamin C hilft dem Körper, Eisen leichter aufzunehmen. Das fettlösliche Vitamin D ist wichtig für den Aufbau von Zähnen, Knochen und Nervenzellen. Auch Magnesium ist ein wichtiger Mineralstoff, der an fast jeder wichtigen Körperfunktion beteiligt ist und deswegen stets in ausreichendem Maß vorhanden sein soll. Mit Vitamintabletten lässt sich der tägliche Bedarf an lebenswichtigen Stoffen schnell und leicht decken.

Der Beipackzettel

Vor der erstmaligen Einnahme eines Medikaments ist es ratsam, sich anhand des Beipackzettel über die Zusammensetzung des Mittels zu informieren. Risiken und eventuell mögliche Nebenwirkungen sollen im Beipackzettel transparent erläutert sein. Auch wer ein bestimmtes Medikament ständig einnehmen muss, sollte den Beipackzettel hin und wieder aufmerksam lesen, denn es kann vorkommen, dass sich die Zusammensetzung der Arznei ändert.

Im Abschnitt “Zusammenfassung” erfährt der Patient, welche Wirkstoffe die Arznei enthält. Der Beipackzettel beschreibt auch, ob das Medikament oral als Tablette oder Tropfen eingenommen werden soll, oder ob es sich um Zäpfchen zur rektalen Anwendung handelt. Unter ‘Anwendungsgebiete’ listet der Beipackzettel jene Beschwerden auf, die auf eine Behandlung mit der Arznei ansprechen. Die Rubrik “Nebenwirkungen” erläutert möglicherweise auftretende störende bis gefährliche Begleiterscheinungen, die durch die Einnahme des Medikaments zutage treten können.

Unter “Gegenanzeigen” beschreibt der Beipackzettel alle Krankheiten und Faktoren, die es verbieten, das Medikament einzunehmen. Bei manchen Arzneimitteln kann es vorkommen, dass sie mit anderen gleichzeitig eingenommenen Medikamenten, Lebensmitteln oder Genussmitteln in für den Patienten unvorteilhafter Weise reagieren. Auch die Wirkung kann ins Negative wechseln. Daher ist der Titel dieses Abschnitts “Wechselwirkungen”.

In der “Dosierungsanleitung” erfährt der Patient, welche Dosis er erfahrungsgemäß einnehmen sollte, um eine Besserung seiner Beschwerden zu erzielen. “Art und Dauer der Anwendung” erklärt, wie das Medikament eingenommen werden soll. Hier gibt der Beipackzettel zum Beispiel Antworten auf die Fragen, ob das Medikament zerkaut werden soll, oder ob es vor der Einnahme in Wasser aufgelöst werden muss. Manchmal klärt der Beipackzettel an dieser Stelle auch darüber auf, ob die Einnahme vor, während oder nach den Mahlzeiten eingenommen werden soll.

Kopfschmerztabletten

Wohl jeder leidet im Laufe seines Lebens ab und zu an Kopfschmerzen. In den meisten Fällen reicht die Einnahme rezeptfreier Kopfschmerztabletten zur Linderung der Beschwerden. Eine große Gruppe der Kopfschmerzpatienten leidet jedoch unter so heftigen oder ständig wiederkehrenden Schmerzattacken, dass der Arzt gezielt nach der Ursache forschen muss, um geeignete Kopfschmerztabletten zu verschreiben.

Die bekannteste Art von Kopfschmerzen ist die Migräne. Hier werden die Kopfschmerzen begleitet von innerer Unruhe, Übelkeit, Müdigkeit und Sehstörungen. Gegen die sehr heftigen Schmerzen helfen normale Kopfschmerztabletten nicht immer. Zuerst muss die Übelkeit mit einem geeigneten Mittel bekämpft werden, da ansonsten eingenommene Kopfschmerztabletten über das Erbrochene wieder ausgeschieden werden. Welches Mittel gegen die Schmerzen hilft, muss individuell entschieden werden. Infrage kommen frei verkäufliche Kopfschmerztabletten oder Mittel, die Triptane enthalten. Triptane verursachen kaum Nebenwirkungen und können Kindern ab 12 Jahren verabreicht werden.

Noch häufiger als Migräne tritt der sogenannte Spannungskopfschmerz auf. Ursache ist meist Stress oder eine ungesunde Körperhaltung. Auch genetische Faktoren spielen eine Rolle. Die oft nur mittelschweren Schmerzen können in so kurzen Abständen auftreten, dass die Patienten erhebliche Einbußen in der Lebensqualität haben. Neben der Einnahme rezeptfreier Kopfschmerztabletten kann eine Anti-Stress-Therapie mit Entspannungsübungen und viel Bewegung die Häufigkeit der Attacken mindern.

Insgesamt sind fast 200 unterschiedliche Arten von Kopfschmerz bekannt. Oft sind sie harmlos, beispielsweise nach einer durchzechten Nacht und zu wenig Schlaf. Manchmal treten sie auch als Begleiterscheinung einer anderen Krankheit auf. Dann sollte man nur solche Kopfschmerztabletten einnehmen, die der Arzt verordnet, um das Krankheitsbild nicht zu verschleiern. Vor zu häufiger Einnahme von Kopfschmerztabletten muss generell gewarnt werden, um die Wirksamkeit der Schmerzmittel nicht negativ zu beeinflussen.